Bedingungen des Beförderungsvertrags
  • KLAUSELN FÜR DEN VERTRAG ÜBER LUFTBEFÖRDERUNG VON FLUGGÄSTEN UND GEPÄCK

    Richt zusätzliche Beförderungsvertrag

    Anhang kostenlosen Shuttle-Vertrag für Kolumbien

    Anhang kostenlosen Shuttle-Vertrag für Brasilien

     

    1. DEFINITIONEN

    Zum Zweck der vorliegenden Klauseln versteht sich unter den im Anschluss angeführten Begriffen Folgendes:

    1.1 "Ticket" oder “Flugticket” bedeutet die Gesamtheit der Unterlagen, die Ausfertigung und Bedingungen eines Luftbeförderungsvertrags und der Gepäckkontrolle angeben und bestätigen, und die alle oder einige der folgenden Unterlagen umfassen: (i) Die vorliegenden Vertragsklauseln der Luftbeförderung; (ii) die im von der Fluggesellschaft ausgehändigten Dokument mit der Bezeichnung "Auskunft über Ihren Kauf" enthaltenen Verordnungen, oder die Buchungsangaben eines Agenten; (iii) das magnetisch registrierte elektronische Ticket; (iv) die für den vom Passagier bezahlten Tarif spezifisch anwendbaren Bedingungen;  (v) die Bordkarte oder Boarding Pass; und (vi) die Verbindungen und Vertragstarife, die bei den Luftfahrtbehörden der Länder, die sie anfordern, angemeldet sind.

    1.2 "Transporteur" oder "Luftfrachtführer" steht für die Fluggesellschaft, die den Fluggast u. / o. sein Gepäck befördert oder sich zu deren Beförderung verpflichtet, oder eine andere Dienstleistung im Zusammenhang mit dieser Luftbeförderung ausführt.

    1.3 "Warschauer Abkommen" bedeutet das Abkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, das 1929 in Warschau unterzeichnet wurde, sowie die anhand des Haager Protokolls von 1955 und der Montrealer Protokolle von 1975 eingefügten Änderungen.

    1.4 "Montrealer Abkommen” bedeutet das Abkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, das am 18. Mai 1999 in Montreal, in Kanada, unterzeichnet wurde.

    2.  ALLGEMEINE VORSCHRIFTEN DER LUFTBEFÖRDERUNG

    2.1 Die Ausgabe eines Flugtickets bestätigt die Ausfertigung und Annahme der Bedingungen der Luftbeförderung und des zwischen Passagier und Luftfrachtführer, deren Namen auf dem Ticket erscheinen, unterzeichneten Transportvertrags. Das auf den Namen des Passagiers ausgestellte Ticket ist namentlich, persönlich und nicht übertragbar. Seine Ausgabe kann ganz oder teilweise über physische oder elektronische Mittel erfolgen.  

    2.2 Die vereinbarten Zwischenlandungen entsprechen denen, die auf dem Flugticket oder auf der Passagierroute als auf den Routen des Luftfrachtführers vorgesehene Zwischenlandungen angegeben sind. Die auf der Grundlage dieses Vertrags von mehreren Luftfrachtführern nacheinander auszuführenden Beförderungen gelten als eine einzige Transaktion.

    2.3 Stellt der Luftfrachtführer ein Ticket für den streckenweisen Transport mit Strecken aus, die von einem anderen Luftfrachtführer ausgeführt werden, handelt der Luftfrachtführer nur als Agent des Letztgenannten.

    2.4 Alle Haftungsfreistellungen oder -beschränkungen des Luftfrachtführers auf der Grundlage geltender lokaler oder internationaler Vorschriften erfolgen zugunsten der Agenten, Mitarbeiter und Repräsentanten des Luftfrachtführers oder anderer Personen oder Unternehmen, deren Luftschiff vom Luftfrachtführer zur Ausführung der Beförderung eingesetzt wird, sowie die Agenten, Mitarbeiter oder Repräsentanten dieser Person oder dieses Unternehmens.

    2.5 Der Luftfrachtführer behält sich die uneingeschränkte Befugnis vor, die Beförderung auf einer der Strecken der vom Passagier vereinbarten Route zu verweigern, wenn der vertragliche Tarif entweder insgesamt oder teilweise nicht bezahlt wurde, oder wenn das verwendete Zahlungsmittel abgelehnt, aufgehoben oder ungültig ist oder das Ticket gesetzeswidrig erstanden wurde.

    2.6 Gleichermaßen wird der Luftfrachtführer die Aufnahme eines Passagiers an Bord verweigern oder dessen Verweisung veranlassen, wenn der Passagier die Sicherheit des Flugs oder der Passagiere beeinträchtigen könnte. Insbesondere wird die Aufnahme an Bord aller jener Passagiere verweigert, die Haltungen oder Verhalten zeigen, die am Boden u. / o. an Bord des Luftschiffs eine (i) Zuwiderhandlung gegen die von der Besatzung des Luftschiffs oder den anderen Mitarbeitern des Luftfrachtführers erteilten Anweisungen u. / o. (ii) ein dem vernünftigen Verhalten einer Person oder eines Passagiers entgegengesetztes Verhalten u. / o. (iii) eine Verletzung oder ein Verbrechen darstellen, die nach Meinung des Luftfrachtführers die Sicherheit des Luftschiffs oder der darin anwesenden Personen oder Güter in Gefahr bringen, oder Ordnung und Disziplin an Bord gefährden oder kompromittieren könnten, u. / o. (iv) generell alle Haltungen oder Verhalten, die nach Meinung des Luftfrachtführers eine Verweigerung der Einhaltung der von der Besatzung erteilten Anweisungen darstellen, u. /o. Haltungen, die für den  Flug zur Gefahr oder zu einem Risiko werden können, u. / o.  Ordnung und Disziplin beeinträchtigen, u. / o. (v) Nachweis oder Anzeichen, alkoholische Getränke u. / o. eine psychotrope Substanz im Übermaß zu sich genommen zu haben, u. / o. (vi) die Nichteinhaltung eines anwendbaren Gesetzes oder einer Regelung oder die Nichtbefolgung einer von der jeweiligen Regierungsbehörde erfolgten Anforderung.

    2.7 Bei Bedarf (einschl., aber nicht auf Zufall oder höhere Gewalt begrenzt) kann der Luftfrachtführer den Flug stornieren, sich durch andere Luftfrachtführer ersetzen lassen u. / o. das für den Vorgang bestimmte Luftschiff wechseln, u. / o. bei Bedarf die auf dem Ticket angegebenen Zwischenlandungen ändern oder auslassen. Der Luftfrachtführer übernimmt keinerlei Haftung, die vom Passagier mit einem Dritten abgeschlossenen Anschlussflüge zu gewährleisten.

    2.8 Gemäβ der Europäischen Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 vom 14.12.2005 sind das Beförderungsunternehmen bzw. die autorisierten Tourismusagenturen dazu verpflichtet, den Passagier darüber zu informieren, welche Fluggesellschaft jeden Flug durchführt, falls sich nach Tätigung der Reservierung eine Änderung ergeben sollte. Das Beförderungsunternehmen muss so bald wie möglich über die Identität der Fluggesellschaft informieren, die den Flug durchführt. LAN erfüllt diese Pflichten.

    2.9 Alle Passagiere, die ihre Reise nicht antreten oder verspätet zum Boarding u. / o. Einchecken des jeweiligen Flugs kommen, verlieren ihr Ticket. Sie können es für einen anderen Termin umbuchen, wenn es der bezahlte Tarif laut Vereinbarung auf dem Ticket zulässt. Alle Änderungen an Terminen, Herkünften, Zielen und Routen des Flugtickets, wie auch die Rückzahlung des dafür bezahlten Betrags, unterliegen den Bedingungen und Einschränkungen des vom Passagier abgeschlossenen Tarifs.  Sollte der Passagier die Reise nicht antreten und sein Tarif keine Rückzahlung des Tickets zulassen, kann er vom Luftfrachtführer die Rückzahlung jener Flughafengebühren anfordern, die laut Vorschriften oder Einschränkungen des jeweiligen Lands zurückgezahlt werden können. Sind diese Gebühren nicht im bezahlten Betrag enthalten (d. h., wenn sie unmittelbar vom Flughafen eingezogen wurden), muss der Passagier deren Rückzahlung unmittelbar bei der jeweiligen Flughafenbehörde unter den o. a. Einschränkungen oder Vorschriften beantragen. 

    2.10 Die Flüge oder Strecken, die die Route ausmachen, müssen in der angegebenen Reihenfolge geflogen werden. Der Luftfrachtführer kann, unter den in der anwendbaren Gesetzgebung vorgesehenen Bedingungen, die Aufnahme an Bord eines Passagiers verweigern, der die o. a. Reihenfolge nicht einhält oder eine der auf seinem Ticket angegebenen Strecken nicht geflogen ist. Der Passagier nimmt zur Kenntnis, dass, wenn er eine auf der Route angegebene Strecke nicht fliegt, die Route komplett ohne vorherige Benachrichtigung storniert wird, wobei keinerlei Rückzahlung - außer wenn es die Tarifbedingungen seines Tickets zulassen - erfolgt. Hier ein Beispiel, womit die Bedingung aber nicht auf diesen spezifischen Fall begrenzt wird: Fliegt ein Passagier die erste auf der Route spezifizierte Strecke (d. h. Hinflug) nicht, kann er auch keine weitere Strecke  (d. h. Zwischenlandung- oder Rückflug) fliegen.

    2.11 Rauchen ist in der Kabine der Flugzeuge des Luftfrachtführers streng verboten. Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, den Passagieren, die nicht bereit sind, diese Bedingung zu akzeptieren, die Beförderung zu verweigern.

    2.12 Das Ticket ist ab Ausgabedatum ein Jahr oder bis zu dem Datum, das speziell für den vom Passagier erworbenen Tarif angegeben ist, gültig. Nach dieser Frist oder evtl. nach anderen kürzeren Fristen, die in den Ticketbedingungen angegeben sind, kann das Ticket nicht mehr benutzt werden.

    2.13 Es fällt unter die ausschließlichen Zuständigkeiten des Passagiers, sich über die von allen Behörden auferlegten Reiseanforderungen zu informieren, sie zu erhalten und einzuhalten. Er muss Ausweise, Ausreise-, Transit-, Einreise-, Visa- und sonstige Unterlagen entsprechend des Ziellands vorlegen. Der Luftfrachtführer haftet nicht für Verspätungen oder Verweigerungen der Aufnahme an Bord, die der Passagier seinerseits im Zusammenhang oder als Konsequenz der Nichteinhaltung der o. a. Verpflichtungen erleidet.  Der Luftfrachtführer verweigert jenen Passagieren, die die erforderlichen Unterlagen nicht vorlegen oder deren Identität nicht mit der auf der Bordkarte oder Boarding Pass angegebenen Identität übereinstimmt, die Aufnahme an Bord, ohne dass dadurch weitere Haftungen für den Luftfrachtführer entstehen. Der Luftfrachtführer haftet nicht für Informationen oder Hilfen, die einem Passagier von einem Agenten, Mitarbeiter oder Repräsentanten der Fluglinie oder von Dritten im Zusammenhang mit dem Erwerb dieser Unterlagen u. / o. der Einhaltung der anwendbaren Gesetze und Regelungen geleistet werden.

    2.14 Die vom Luftfrachtführer zwischen Ländern der Europäischen Gemeinschaft geleisteten Flüge (d. h. Flüge zwischen Madrid, Spanien und Frankfurt, Deutschland) werden von den jeweiligen Behörden dieser Länder als Nicht-Schengen- (nicht innergemeinschaftliche) Flüge angesehen. Demzufolge müssen die Passagiere dieser Flüge zwingend durch Zoll und Passkontrolle der jeweiligen Länder gehen und alle von den innergemeinschaftlichen Ländern geforderten Ausweisunterlagen, Visa, Ausländergenehmigungen und Berechtigungen dabei haben. Alle Passagiere sind dazu verpflichtet und dafür zuständig, sich über die erforderlichen Unterlagen zu erkundigen. Der Luftfrachtführer haftet nicht für Schäden oder Beeinträchtigungen, die durch die Nichteinhaltung dieser Verpflichtung seitens der Passagiere entstehen. Die gleichen Bedingungen gelten für Flüge nach / aus Kanada.

    2.15 Der Passagier muss am Boarding- oder Check-in-Schalter zu der vom Luftfrachtführer angegebenen Uhrzeit erscheinen. Sollte keine Uhrzeit festgelegt sein, muss er früh genug erscheinen, um die Ausreiseformalitäten erledigen zu können. Diese Zeit darf nicht weniger als 2 Stunden vor der für den Abflug festgelegten Zeit betragen.

    2.16 Für den Fall, dass es für einen Flug mehr Passagiere mit bestätigter Buchung als verfügbare Plätze geben sollte und vorausgesetzt, dass die Check-in-Formalitäten mit der erforderlichen Mindestzeit erfolgt sind, wird der Luftfrachtführer um Freiwillige bitten, die ihren bestätigten Platz gegen eine vereinbarte Entschädigung abtreten wollen. Sollten nicht ausreichend Freiwillige gefunden werden und Passagieren gegen ihren Willen nicht an Bord gehen können, haben diese Passagiere Ansprüche auf die in der gültigen Gesetzgebung festgelegten Leistungen.

    2.17 Der Luftfrachtführer verpflichtet sich, alle möglichen Anstrengungen anzustellen, um Passagiere und Gepäck mit angemessener Pünktlichkeit zu befördern. Die auf dem Flugticket oder sonstigen Veröffentlichungen angegebenen Uhrzeiten sind hinsichtlich ihrer Einhaltung nicht garantiert, da sie sich aufgrund von Vorfällen wie höhere Gewalt, Sicherheitsgründe oder sonstige außerordentliche Umstände ändern können.  Der Luftfrachtführer wird alle angemessenen und möglichen Maßnahmen treffen, um Verspätungen bei der Beförderung der Passagiere und Gepäckstücke zu vermeiden. Der Luftfrachtführer übernimmt keinerlei Haftung für die Gewährleistung von Anschlüssen aufgrund von Vorfällen, die ihm nicht zuzuschreiben sind.

    2.18 In bestimmten Fällen kann der Luftfrachtführer eine vorherige Benachrichtigung im Fall von Reisen bestimmter Passagiere mit Behinderungen oder Krankheiten (z. B. Notwendigkeit von Bahren, Sauerstoff, usw.), oder bei Beförderungsbedarf mit einem Begleittier u. / o. emotionaler Unterstützung, anfordern. Die Passagiere müssen sich rechtzeitig genug vor der Reise über bestimmte Anforderungen oder Sonderbedingungen der Beförderung informieren, die vor der Aufnahme dieser Passagiere zur Aufnahme an Bord erfüllt oder koordiniert werden müssen (z. B. Beförderung eines alleinreisenden Minderjährigen, Kinder, usw.). Dabei wird der Flugfrachtführer jetzt schon von allen Haftungen für den Fall befreit, dass er die Aufnahme an Bord verweigert, weil die von der Fluggesellschaft jeweils gültigen Vorschriften u. / o. Politiken nicht befolgt wurden.

    3. VORSCHRIFTEN FÜR DIE GEPÄCKBEFÖRDERUNG

    3.1 Unter Einhaltung internationaler und lokaler Vorschriften verweigert der Luftfrachtführer die Beförderung als Gepäck (Handgepäck oder aufgegebenes Gepäck) jener Artikel oder gefährlicher Substanzen, die ein bedeutendes Risiko für Gesundheit, Flugsicherheit oder Eigentum darstellen können, wie z. B.:

    • (Komprimierte, verflüssigte, aufgelöste oder stark gekühlte) Gase, inkl. brennbare, giftige oder unschädliche Aerosole wie Butangas, Sauerstoff, flüssiger Stickstoff, Spraydosen mit lähmenden Gasen, Nachfülltuben für Flüssiggasfeuerzeuge, usw.

    • Ätzende Fest- oder Flüssigstoffe wie Säuren, Alkalien, Quecksilber, Batterien mit Flüssigelektrolyt, usw.

    • Sprengstoffe wie Munition, Feuerwerke und Leuchtraketen, Koffer mit Alarmgeräten, Zünder für Spielzeugpistolen, usw.

    • Brennbare Flüssigkeiten wie Kraftstoffe, Lacke, Verdünner, usw.

    • Radioaktive Stoffe egal welcher Art.

    • Oxidierende Stoffe und organische Peroxide wie Bleichmittel, Dünger, usw.

    • Giftige oder ansteckende Substanzen wie Insektizide, Pestizide, biologische Erzeugnisse mit Krankheitserregern, usw.

    • Brennbare Feststoffe wie Streichhölzer

    • Waffen, wobei darunter alle Elemente oder Gegenstände, die für Angriff oder Verteidigung geschaffen sind oder eingesetzt werden können, zu verstehen sind, wie z. B. Feuerwaffen, Stoßwaffen, Gase, spitze, schneidende, schlagende und stromschlagverursachende Elemente, zu denen auch Schlagstöcke, Äxte oder Stöcke mit einem Gewicht im Inneren oder in Zapfenform.

    3.2 Um die Flugsicherheit zu wahren und die gültigen Vorschriften zu erfüllen, können Luftfrachtführer und Flughafensicherheitspersonal die vom Passagier oder in seinem Handgepäck beförderten gefährlichen Substanzen oder Artikel wegnehmen, um sie den jeweiligen Behörden entsprechend der diesbezüglich anwendbaren lokalen Vorschriften zur Verfügung zu stellen.

    3.3 Medikamente und Toilettenartikel dürfen in begrenzter Menge von den Passagieren befördert werden. Bevor sie der Passagier in sein Gepäck aufnimmt, muss er sich beim Personal des Luftfrachtführers darüber erkundigen.

    3.4 Einige der o. a. Artikel können auf dem Luftweg unter bestimmten Sonderbedingungen im Rahmen einer Verschiffungsbescheinigung und einer Luftfrachtgebühr befördert werden. Zu diesem Zweck muss sich der Passagier vorher beim Luftfrachtführer erkundigen.

    3.5 Unter Gepäck sind nur die persönlichen Gegenstände zu verstehen, die für die Reise notwendig sind.

    3.6 Der Passagier kann das zu befördernde Gepäck für keinen anderen Flug als den aufgeben, an Bord dessen er reisen wird.

    3.7 Der Luftfrachtführer gibt das Gepäck für kein anderes Ziel als das auf dem Ticket des Passagiers angegebene Endziel auf.

    3.8 Der Passagier ist verpflichtet, die in www.lan.com und in dem unter 1.1 bezeichneten Dokument "Auskunft über Ihren Kauf" angegebenen Vorgaben über maximales Gewicht, Grösse und Abmessungen der Gepäckstücke zu respektieren. Erkundigungen über Freigepäck und Zahlungen, die für Gepäckübermengen geleistet werden müssen, sind direkt bei der Fluggesellschaft oder in www.lan.com einzuholen.

    3.9 Das zulässige Gepäck kann sich entsprechend der Tarifbedingungen, Kabine und Route ändern und wird in Stückzahlen oder Kilogramm angegeben. Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, diese Freigepäckregelungen und Gepäckabmessungen zu ändern. Die Bedingungen und Aufgabetarife werden bei den zuständigen lokalen Luftfahrtbehörden gemeldet, soweit dies vorgeschrieben ist.  

    3.10 Als Vorsichtsmaßnahme und aus Sicherheitsgründen darf in der Kabine nur ein Gepäckstück mitgeführt werden.  Der Passagier ist verpflichtet, die in www.lan.com und in dem unter 1.1 bezeichneten Dokument "Auskunft über Ihren Kauf" angegebenen Vorgaben über maximales Gewicht, Grösse und Abmessungen des Handgepäcks zu respektieren.  

    3.11 Das aufgegebene Gepäck wird dem Überbringer des Gepäckscheins übergeben. Im Fall von Beschädigungen am Gepäck während der Beförderung muss die schriftliche Reklamation sofort nach Schadensfeststellung und spätestens 7 Tage nach Empfangsdatum des Gepäcks oder innerhalb der kürzesten Zeit, die die anwendbaren Vorschriften für Inlandflüge festlegen, eingereicht werden. Bei Verspätungen muss die Reklamation innerhalb von 21 Tagen nach Übergabedatum des Gepäcks oder innerhalb der kürzesten Zeit, die die anwendbaren Vorschriften für Inlandflüge festlegen, erfolgen. Im Sinn des obigen Absatzes sind unter "Verspätung" alle Verzögerungen beim Empfang des Gepäcks zu verstehen, die durch direktes Verschulden des Luftfrachtführers entstanden sind.

    4.  HAFTUNGSBESCHRÄNKUNGEN

    4.1 Beginnt und endet die Reise eines Passagiers im gleichen Land, sind Beförderungsleistungen und Haftungsbeschränkungen nach der in diesem Land gültigen Gesetzgebung geregelt. Im Fall einer internationalen Reise eines Passagiers gelten das Warschauer Abkommen oder das Montrealer Abkommen oder alle weiteren internationalen jeweils anwendbaren Vorschriften. Diese Abkommen und Vorschriften regeln bei Bedarf die Haftungsgrenzen des Luftfrachtführers im Todesfall oder bei Körperverletzungen des Passagiers und Verlust, Verspätung oder Beschädigung des Gepäcks.

    4.2 Der Luftfrachtführer erklärt, dass er bei Schadensersatzreklamationen im Todesfall oder bei Körperverletzungen in allen vom Warschauer Abkommen geregelten Beförderungen die in dessen Artikel 22 (1) vorgeschriebenen Haftungsgrenzen nicht geltend machen wird.  Bei diesen Reklamationen wird der Luftfrachtführer für Reklamationen unter 100.000 DEG die Argumente im Artikel 20 (1) des Warschauer Abkommens nicht anwenden.  Abgesehen von den hier vorgesehenen Fällen kann der Luftfrachtführer die im Warschauer Abkommen vorgesehenen Argumente und anwendbaren Mittel gegen Dritte geltend machen.

    4.3 Gegenstände mit hohem Handelswert und elektronische Artikel müssen vom Passagier als Handgepäck getragen werden, damit er sie ständig unter Aufsicht halten kann. Werden sie als aufgegebenes Gepäck transportiert, haftet der Luftfrachtführer nicht über die gesetzlich vorgesehenen Grenzen oder international anwendbaren Abkommen hinaus.

    4.4 Die Haftung des Luftfrachtführers im Todesfall oder bei Körperverletzung des Passagiers u. / o. Verlust, Verspätung oder Beschädigung des Gepäcks bei Beförderungen zwischen zwei Punkten im gleichen Land, ist durch die im jeweiligen Land anwendbaren Gesetze und Gesetzgebungen begrenzt. Gleichermaßen ist die Haftung des Luftfrachtführers im Todesfall oder bei Körperverletzung des Passagiers u. / o. Verlust, Verspätung oder Beschädigung des Gepäcks bei internationalen Flügen durch die internationalen Abkommen über internationale Luftbeförderung, d. h. das Warschauer Abkommen oder das Montrealer Abkommen, je nach Anwendbarkeit, begrenzt.

    Diese Klauseln finden nur für die Regelung der Routen des Luftfrachtführers Anwendung. Kein Agent, Mitarbeiter oder Repräsentant des Luftfrachtführers ist befugt, Verordnungen dieser Klauseln zu ändern oder davon abzusehen.

    Haftung von Fluggesellschaften gegenüber ihren Passagieren und deren Gepäck

    Diese informative Mitteilung fasst die Haftungsnormen zusammen, die von Fluggesellschaften in der Europäischen Union in Übereinstimmung mit der EU-Gesetzgebung und dem Montrealer Übereinkommen angewandt werden.

    Entschädigung im Todes- oder Verletzungsfall

    Unbeschränkte Haftung im Verletzungsfall oder bei Tod des Passagiers. Bei Schäden bis 113100 SZR (Sonderziehungsrechte, Betrag entspricht ungefähr dem in der lokalen Währung) kann die Fluggesellschaft die Entschädigungsforderungen nicht anfechten. Bei Beträgen darüber hinaus kann die Fluggesellschaft eine Forderung nur dann anfechten, wenn sie nachweisen kann, dass keine Fahrlässigkeit bzw. kein sonstiges Fehlverhalten ihrerseits vorliegt.

    Vorleistungen

    Im Todes- oder Verletzungsfall eines Passagiers ist die Fluggesellschaft dazu verpflichtet, innerhalb von fünfzehn Tagen ab Identifikation der Person mit Entschädigungsanspruch eine Vorleistung zu erbringen, um die unmittelbaren wirtschaftlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Im Todesfall darf diese Vorleistung 16000 SZR (Sonderziehungsrechte, Betrag entspricht ungefähr dem in der lokalen Währung) nicht unterschreiten.

    Verspätung des Passagiers

    Bei Verspätung des Passagiers ist die Fluggesellschaft für den entstandenen Schaden verantwortlich, sofern sie keine angebrachten Maβnahmen getroffen hat oder es für sie unmöglich war, diese Maβnahmen zu treffen. Die Haftung bei Verspätung des Passagiers beschränkt sich auf 4694 SZR (Sonderziehungsrechte, Betrag entspricht ungefähr dem in der lokalen Währung).

    Verspätung des Gepäcks

    Bei Verspätung des Gepäcks ist die Fluggesellschaft für den entstandenen Schaden verantwortlich, sofern sie keine angebrachten Maβnahmen getroffen hat oder es für sie unmöglich war, diese Maβnahmen zu treffen. Die Haftung bei Verspätung des Gepäcks beschränkt sich auf 1131 SZR (Sonderziehungsrechte, Betrag entspricht ungefähr dem in der lokalen Währung).

    Zerstörung, Verlust oder Beschädigung des Gepäcks

    Die Fluggesellschaft haftet bei Zerstörung, Verlust oder Beschädigung des Gepäcks bis zu einem Betrag von 1131 SZR (Sonderziehungsrechte, Betrag entspricht ungefähr dem in der lokalen Währung). Bei aufgegebenem Gepäck haftet die Gesellschaft auch bei eigenem Unverschulden, es sei denn das Gepäck war bereits beschädigt. Bei nicht aufgegebenem Gepäck haftet die Fluggesellschaft nur bei Schäden, die sie selbst verschuldet hat.

    Höhere Haftungsgrenzen für das Gepäck

    Der Passagier kann höhere Haftungsgrenzen geltend machen, indem er spätestens beim Einchecken eine Sondererklärung abgibt und einen Tarifzuschlag entrichtet.

    Gepäckreklamationen

    Wenn das aufgegebene Gepäck beschädigt, verspätet, verloren oder zerstört ist, muss der Passagier dies der Fluggesellschaft so bald wie möglich schriftlich mitteilen. Bei beschädigtem aufgegebenem Gepäck muss der Passagier die schriftliche Anzeige innerhalb von sieben Tagen erstatten, bei Verspätungen innerhalb von einundzwanzig Tagen. In beiden Fällen gilt dies ab dem Tag, an dem das Gepäck dem Passagier zur Verfügung gestellt wurde.
    Haftung der Gesellschaft, deren Serviceleistungen gebucht wurden und derjenigen, die für die tatsächliche Erbringung verantwortlich war.
    Wenn die für den Flug verantwortliche Fluggesellschaft nicht dieselbe ist wie die gebuchte, kann der Passagier eine Beschwerde oder Reklamation entweder bei der einen oder bei der anderen vorbringen. Wenn auf dem Ticket ein Name oder ein Code einer Fluggesellschaft steht, handelt es sich hierbei um die gebuchte Fluggesellschaft.

    Reklamationsfristen

    Jegliche Forderung, die vor einem Gericht vorgebracht wird, muss innerhalb von zwei Jahren nach Ankunft des Flugzeugs oder ab dem Tag, an dem das Flugzeug hätte ankommen sollen, gestellt werden.

    Grundlage der Information

    Die oben beschriebenen Normen gründen sich auf dem Montrealer Übereinkommen vom 28. Mai 1999, das in der Europäischen Union durch die Verordnung (EG) Nr. 2027/97 [abgeändert durch die Verordnung (EG) Nr. 889/2002] und die nationale Gesetzgebung der Mitgliedsstaaten geschaffen wurde.